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Spannungsnachweise


Die TRLV unterscheiden zulässige Spannungen für Überkopfverglasungen und

für Vertikalverglasungen. Bei Spiegelglas, Gussglas und VSG aus Spiegelglas sind

die zulässigen Biegezugspannungen für Überkopfverglasungen deutlich geringer als

für Vertikalverglasungen. Dies lässt sich mit der unterschiedlichen

Lasteinwirkungsdauer zwischen Überkopfverglasungen und Vertikalverglasungen

erklären. Aus der Bruchmechanik für Glas ist bekannt, dass Glas unter Dauerlast

empfindlicher ist als unter Kurzzeitbelastung.

Das Risswachstum von Mikrorissen und kleinsten Oberflächenschädigungen in der

Glasoberfläche ist abhängig von der Lastgröße und Lasteinwirkungsdauer.

Die TRLV unterscheiden zulässige Spannungen für Überkopfverglasungen undfür Vertikalverglasungen. Bei Spiegelglas, Gussglas und VSG aus Spiegelglas sinddie zulässigen Biegezugspannungen für Überkopfverglasungen deutlich geringer alsfür Vertikalverglasungen. Dies lässt sich mit der unterschiedlichenLasteinwirkungsdauer zwischen Überkopfverglasungen und Vertikalverglasungenerklären. Aus der Bruchmechanik für Glas ist bekannt, dass Glas unter Dauerlastempfindlicher ist als unter Kurzzeitbelastung.Das Risswachstum von Mikrorissen und kleinsten Oberflächenschädigungen in derGlasoberfläche ist abhängig von der Lastgröße und Lasteinwirkungsdauer.

Bei Überkopfverglasungen sind Einwirkungen wie Eigengewicht und Schnee

Lasten mit hoher Einwirkungsdauer.

Bei Vertikalverglasungen übt die meist maßgebende Einwirkung Wind nur eine

kurzzeitige Lasteinwirkung auf die Verglasung aus.

Bei vorgespannten Verglasungen ist diese Abminderung der zulässigen

Biegezugspannungen zwischen Vertikalverglasungen und Überkopfverglasungen

nicht gegeben. Durch den Vorspannprozess stellt sich in den oberflächennahen

Bereichen von ESG, bzw. TVG, ein Eigenspannungszustand aus Druckspannungen

ein. Zugspannungen infolge äußerer Einwirkungen werden von diesen

Eigenspannungen sozusagen „überdrückt“, so dass auch unter Gebrauchslasten

ständig Druckspannungen vorherrschen. Das Risswachstum unter Dauerlast kann

sich bei ESG, bzw. TVG, daher nicht einstellen.

Zulässige Biegezugspannungen in N/mm² 

Glassorte 

Überkopfverglasung 

Vertikalverglasung 

ESG aus Spiegelglas 

50

50

ESG aus Gussglas

37

37

Emailliertes ESG aus Spiegelglas *) 

30

30

Spiegelglas

12

18

Gussglas

8

10

VSG aus Spiegelglas

15 (25**)

22,5

 Tabelle 2 Aus TRLV
* Emaille auf der Zugseite

** nur für die untere Scheibe einer Überkopfverglasung aus Isolierglas beim Lastfall

„Versagen der oberen Scheibe“ zulässig

Werden äußere Lasten und Klimalasten in einer Einwirkungskombination

berücksichtigt, so dürfen für Vertikalverglasungen aus SPG die zulässigen

Biegezugspannungen der Tabelle 2 um 15% erhöht werden und bei

Vertikalverglasungen mit einer Glasfläche bis zu 1,6 m² um 25% erhöht werden.


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