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Nachweiserleichterung für Vertikalverglasungen

Die TRLV sehen für das „einfache Fenster“ eine Nachweiserleichterung vor.

Unter Einhaltung der nachstehend genannten Randbedingungen entfällt die

Verpflichtung, für die Verglasung einen statischen Nachweis zu führen.
Die TRLV sehen für das „einfache Fenster“ eine Nachweiserleichterung vor.Unter Einhaltung der nachstehend genannten Randbedingungen entfällt dieVerpflichtung, für die Verglasung einen statischen Nachweis zu führen.


Kein statischer Nachweis erforderlich wenn:

- allseitig linienförmig gelagerte Isolierglasscheibe 

 

 

- Glasart

SPG,TVG mit abZ oder ESG 

 und

- Fläche

? 1,60m²

 und

- Mindestdicke der Scheiben

? 4,0mm

 und 

- Dickendifferenz

? 4,0mm

 und 

- SZR

? 16,0mm

 und 

- Windlast

? 0,8kN/m²


Bei besonderen Einbaubedingungen (siehe TRLV Tabelle B 1), gilt diese Nachweiserleichterung nicht.

Die vor genannten Bedingungen werden bei den üblichen Standardverglasungen

(Lochfenster) oft eingehalten, so dass dann bauordnungsrechtlich kein statischer

Nachweis erforderlich ist. 

Die Nachweiserleichterung erlaubt die Verwendung der beschriebenen Verglasung

ohne, dass seitens der Bauaufsichtsbehörde ein Standsicherheitsnachweis verlangt

wird. Es bleibt jedoch angeraten, die Glasbemessung für die auftretenden

Beanspruchungen statisch auszulegen; dies allein aus zivilrechtlichen

Haftungsgründen.
 
Zusätzliche Regelungen für Überkopfverglasungen

 Einfachverglasungen und die untere Scheibe von Isolierverglasungen sind nur

aus VSG mit SPG oder VSG aus TVG (mit abZ) oder Drahtglas zulässig. Bei

Überkopfverglasungen muss die Verglasung auch nach Glasbruch in ihrer Lage

verbleiben, ohne herunter bzw. heraus zu fallen und damit Personen, die sich

unterhalb der Verglasung aufhalten könnten, zu gefährden. Diese Eigenschaft der

Verglasung wird als sogenannte „ Resttragfähigkeit „ bezeichnet. Glasarten ohne

Zwischenschicht (PVB) oder Drahteinlage weisen keine Resttragfähigkeit auf.

VSG aus ESG ist für die Verwendung als Einfachverglasung oder die untere

Scheibe von Isolierverglasungen aufgrund des kleingliedrigen Bruchbildes

von ESG nicht hinreichend resttragfähig und daher für den Überkopfbereich

nicht zulässig.

Für Überkopfverglasungen sind folgende Randbedingungen einzuhalten:

Bei Stützweiten größer 1,2 m sind die Verglasungen allseitig zu lagern. Das

Seitenverhältnis der Glaskanten (lange Kante zu kurze Kante) darf dabei nicht

größer als 3:1 sein. 


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