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Entfall der Notwendigkeit zur Durchführung eines Pendelschlagversuches

Die TRAV benennt mehrere Wege, für die eine versuchstechnische Untersuchung der

Stoßsicherheit, d. h. Durchführung des Pendelschlagversuchs, entfallen kann. Dies

sind im Einzelnen:


1. Fall

Verglasungskonstruktionen, für die aufgrund vorliegender Versuchserfahrungen

ausreichende Stoßsicherheit bestehen. Es handelt sich hierbei um Glasaufbauten nach 

Tabelle 2 
 

 für zwei- und allseitig linienförmig gelagerte Verglasungen der Kategorie 
 A und C aus Einfach- oder Isolierverglasung

Tabelle 3

 

 punktförmig gelagerte Verglasungen der Kategorie C1 für die
 Verwendung im Innenbereich mit in Bohrungen sitzenden
 Punkthaltern (Tellerhalter)

Tabelle 4

 Glasbrüstungen der Kategorie B


Zu den jeweiligen Tabellen sind Bedingungen aufgeführt wie z. B.

Mindestglaseinstand – Befestigungsabstand der Klemmleisten – Tragkraft der

Befestigungsmittel – Abstand von Glasbohrungen zu den Rändern – usw., die bei

Anwendung der vor genannten Tabellen zwingend einzuhalten sind.

Der Hersteller einer solchen Verglasungskonstruktion hat durch die

Übereinstimmungserklärung (ÜH) zu bescheinigen, dass die betreffende

absturzsichernde Verglasung den technischen Regeln entspricht.

Ist mindestens eine der für die Anwendbarkeit vor genannter Tabellen geforderten

konstruktiven Bedingungen nicht erfüllt, ist für die betreffende Verglasungskonstruktion

der Nachweis ausreichender Stoßsicherheit durch ein allgemeines bauaufsichtliches

Prüfzeugnis (abP) zu führen.

Nähere Einzelheiten hierzu finden Sie unter www.glas-im-bauwesen.de unter Aktuelles mit

Datum vom 18.8.2005). 

Die Anwendung vor genannter Tabellen eignet sich insbesondere dann, wenn

bei einem Bauvorhaben nur eine geringe Stückzahl einer Verglasungsvariante

von absturzsichernden Verglasungen zur Ausführung kommen soll, zumal die

Durchführung von Pendelschlagversuchen und die damit verbundenen Kosten

entfallen können. Bei der versuchstechnischen Nachweisführung zur Stoßsicherheit

(Pendelschlagversuch) ergeben sich i.d.R. dünnere Glasaufbauten.

Es bleibt dem Anwender der TRAV überlassen zu entscheiden, ob ein ggf.

überdimensionierter Glasaufbau nach den vor genannten Tabellen gewählt wird

oder ob, insbesondere bei großen Stückzahlen einer Verglasungsvariante ein

Pendelschlagversuch durchgeführt wird um im Ergebnis dünnere und damit

wirtschaftlichere Glasaufbauten einsetzen zu können.


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